Po-Vergrößerung, international auch Butt Augmentation genannt, ist ein chirurgischer Eingriff, der mehr Volumen und eine weichere Kontur am Gesäß schafft. Es gibt zwei Verfahren: Eigenfetttransfer (Fett aus Bauch, Taille oder Oberschenkeln wird abgesaugt, aufbereitet und ins Gesäß injiziert) und Gesäßimplantate aus Silikon, die vor allem für schlanke Patienten mit wenig Eigenfett geeignet sind. Soll der Po eher kleiner werden, ist die Fettabsaugung am Po der passende Weg.
Du trainierst seit Jahren, achtest auf deine Ernährung und siehst, wie überall etwas passiert, nur am Gesäß bleibt die Form flach oder schmal. Das liegt selten an Disziplin. Wie viel Fett sich wo anlagert und wie Becken und Muskulatur gebaut sind, ist genetisch angelegt und lässt sich durch Training nur begrenzt verschieben.
Im Alltag zeigt sich das immer wieder an denselben Stellen: Die Jeans wirft Falten dort, wo sie eigentlich sitzen sollte. Kleider fallen gerade herunter, statt der Silhouette zu folgen. Nach einer starken Gewichtsabnahme oder nach Schwangerschaften wirkt das Gesäß flacher als früher, und die Haut fühlt sich weniger straff an. Der Übergang zwischen Taille, Hüfte und Gesäß verliert dabei seinen Schwung. Liegt die Einziehung seitlich zwischen Hüfte und Oberschenkel, sprechen viele von Hip Dips. Auch sie lassen sich mit Eigenfett auffüllen.
Der Wunsch nach einer harmonischen Körperform ist gesund, und niemand muss sich dafür rechtfertigen. Wir beginnen deshalb nicht mit einer Bildvorlage aus dem Internet, sondern mit dem Befund: Wie viel Eigenfett steht zur Verfügung, wie ist die Hautqualität, wie sind Becken und Taille angelegt.
Was dich wirklich beschäftigt.
Wenn Training nicht weiterbringt
Kniebeugen und Hip Thrusts kräftigen die Gesäßmuskulatur, verändern aber weder die genetisch angelegte Fettverteilung noch die Beckenform. Viele Patienten kommen nach Jahren konsequenten Trainings zu uns und wundern sich, dass die Kontur trotzdem gleich geblieben ist.
Wenn Gewicht verloren ging
Bei starker Gewichtsabnahme baut der Körper Fett auch am Gesäß ab, wodurch die Form flacher wirkt und sich die Haut ungleichmäßig strafft. Eine Po-Vergrößerung kann dieses verlorene Volumen gezielt wiederherstellen. Ähnliches beobachten Patientinnen nach Schwangerschaften. Volumen, Form und Hautqualität sind dann drei unterschiedliche Themen. Ohne Operation lässt sich die Hautqualität am Po mit einer Po-Straffung ohne OP unterstützen.
Wenn die Proportion nicht stimmt
Der Schwung zwischen Taille und Hüfte: Manchen geht es weniger um Größe als um den Übergang. Die Silhouette wirkt gerade, wo sie geschwungen sein könnte. Viele sprechen erst spät darüber, weil sie ihren Wunsch für oberflächlich halten. Er ist es nicht.
Vielleicht hörst du aus deinem Umfeld Sätze wie: „Dafür gehst du doch nicht unters Messer!“ oder „So wie du bist, ist doch alles gut.“ Solche Reaktionen kommen meist aus Zuneigung. Am Ende bist aber du derjenige, der sich morgens anzieht und abends in den Spiegel sieht, und der spürt, ob Körpergefühl und Körperbild zusammenpassen.
Dein Wunsch, dich im eigenen Körper wieder stimmig zu fühlen, ist legitim. Du musst ihn vor niemandem verteidigen. Es ist dein Körper, dein Wohlbefinden und deine freie Entscheidung, wie viel du daran verändern möchtest.
Bei uns bekommst du deshalb zuerst eine ehrliche Einschätzung. Wir beurteilen Volumen, Form und Hautqualität getrennt voneinander, prüfen, ob genug Eigenfett für einen Transfer vorhanden ist, und sagen dir auch, wenn ein Eingriff aus unserer Sicht wenig bringt. Die Dorow Clinic verfügt über eine staatliche Klinikzulassung nach § 30 GewO. Diese Zulassung verlangt dieselben hygienischen, baulichen und personellen Standards wie ein öffentliches Krankenhaus, ein wichtiges Qualitätskriterium bei der Wahl einer Klinik für Po-Vergrößerung.
Volumen, Form und Hautqualität beurteilen wir getrennt. Erst daraus ergibt sich, welches Verfahren zu dir passt.
Was eine Po-Vergrößerung leistet.
Volumen aus Eigenfett
Körpereigenes Fett aus Taille, Bauch oder Oberschenkeln, aufbereitet und eingebracht.
Konturierung inklusive
Die Entnahmezonen werden schlanker, der Schwung zur Hüfte wirkt deutlicher.
Volumen bei schlanker Statur
Ein Implantat schafft definiertes Volumen auch ohne nennenswerte Fettreserven.
Gezielte Formgebung
Der obere Gesäßpol lässt sich bewusst betonen.
Zwei Wege zu mehr Volumen.
Die Po-Vergrößerung umfasst zwei grundverschiedene Wege. Eigenfetttransfer, medizinisch Lipofilling genannt, ist ein Verfahren zur Po-Vergrößerung, bei dem Fett aus einer Spenderzone (z. B. Bauch oder Oberschenkel) abgesaugt, gereinigt und in mehreren feinen Schichten in das Gesäßgewebe eingebracht wird. Umgangssprachlich ist dieses Vorgehen als Brazilian Butt Lift bekannt. Du gewinnst Volumen und verlierst gleichzeitig Umfang dort, wo dich Polster stören.
Ein Gesäßimplantat besteht aus festem Silikonelastomer und wird über einen Zugang in der Gesäßfalte eingesetzt, meist unterhalb oder innerhalb des großen Gesäßmuskels. Im Vergleich zum Eigenfetttransfer bleibt das Volumen bei Implantaten von Anfang an kalkulierbar und unabhängig von Gewichtsschwankungen stabil. Ähnlich lässt sich an den Unterschenkeln mit der Wadenformung arbeiten.
Welcher Weg passt, entscheidet der Befund, nicht der Wunschkatalog.
Wie die Gesäßform entsteht.
Vier Faktoren wirken dabei zusammen:
- Genetisch festgelegte Fettverteilung, die bestimmt, wo dein Körper speichert
- Beckenform und Knochenbau als unveränderliches Grundgerüst der Silhouette
- Volumen des großen Gesäßmuskels (Musculus gluteus maximus)
- Hautelastizität, also die Fähigkeit des Gewebes, Volumen zu tragen
- Gewichtsverlauf und Schwangerschaften, die Fettdepots dauerhaft verschieben
Die Gesäßform entsteht aus dem Zusammenspiel von Knochen, Muskel, Fettgewebe und Haut. Das Becken gibt die Breite vor, der große Gesäßmuskel die Projektion nach hinten, das Fettgewebe die weiche Rundung. Wo dein Körper Fett einlagert, ist genetisch weitgehend festgelegt und lässt sich durch Training kaum verschieben.
Warum Training allein die Form oft nicht verändert
Viele kommen zu uns, nachdem sie über Monate konsequent trainiert haben und trotzdem enttäuscht in den Spiegel sehen. Das liegt nicht an zu wenig Disziplin. Krafttraining vergrößert den Muskel, verändert aber nicht die genetische Fettverteilung und nicht die Beckenform. Wenn bei dir wenig Fettgewebe über dem Muskel liegt, bleibt das Gesäß trotz kräftiger Muskulatur flach wirkend. Nach Schwangerschaften oder größerer Gewichtsabnahme kommt oft eine nachlassende Hautspannung dazu, die zusätzlich Volumen verschluckt. Weil die Ursachen so unterschiedlich sind, fällt auch unsere Empfehlung von Patient zu Patient unterschiedlich aus.
Alternativen und Ergänzungen.
Was Geräte und Füllstoffe wirklich bewirken
Im Netz begegnen dir viele Angebote: elektromagnetische Muskelstimulation, straffende Behandlungen, Injektionen mit schnellem Volumenversprechen. Muskelstimulation kann Training unterstützen und die Muskulatur aktivieren, sie baut aber kein Fettgewebe auf.
Vor freiem Silikon, Fremdfüllstoffen und Injektionen ohne medizinische Zulassung für die Anwendung im Gesäßgewebe warnen wir ausdrücklich. Solche Substanzen lassen sich im Gewebe nicht mehr sicher entfernen und bergen das Risiko von Entzündungen, Knotenbildung und dauerhaften Gewebeschäden. Wir behandeln regelmäßig Patienten, die solche Folgen korrigieren lassen möchten.
Der ganzheitliche Blick: das Gesäß steht nie allein
Wir betrachten nicht eine einzelne Region, sondern die gesamte Körpermitte. Ein flach wirkendes Gesäß entsteht oft im Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
Fehlende Taillenbetonung
- Warum: ohne schmale Taille wirkt jedes Gesäßvolumen weniger geschwungen
- Möglichkeit: Konturierung der Entnahmezonen im selben Eingriff
- Pflicht: nein, wird im Befund gemeinsam entschieden
Wenig Fettreserven am Körper
- Warum: reicht das entnehmbare Fettvolumen nicht aus, bleibt der Eigenfetttransfer in seiner Wirkung begrenzt
- Möglichkeit: Implantat statt Eigenfett oder Kombination beider Verfahren
- Pflicht: nein, nur wenn dein Wunschvolumen es erfordert
Erschlaffte Gesäßhaut
- Warum: lockere Haut trägt zusätzliches Volumen schlechter und sackt nach unten
- Möglichkeit: Straffung des Gewebes statt reinem Volumenaufbau
- Pflicht: nein, nur nach deutlicher Gewichtsabnahme relevant
Cellulite und Dellen
- Warum: Einziehungen der Haut bleiben sichtbar, auch wenn das Volumen zunimmt
- Möglichkeit: gezieltes Auffüllen einzelner Dellen mit Eigenfett
- Pflicht: nein, und meist erst nach dem Abheilen
Im Beratungsgespräch prüfen wir, was bei dir medizinisch und ästhetisch sinnvoll ist. Du entscheidest in Ruhe, wie viel Veränderung du dir wünschst.
Ist eine Po-Vergrößerung für dich sinnvoll?
Eine Frage, drei Wege. Wähle die Aussage, die am ehesten auf dich zutrifft, und du bekommst eine erste Einordnung.
Welche Beschreibung trifft am ehesten auf dich zu?
Deine Auswahl wird nicht gespeichert und nicht übertragen.
Eigenfett kann passen
Hast du an Bauch, Flanken oder Oberschenkeln genug Fett, ist der Eigenfetttransfer meist der natürlichere Weg. Die Entnahmezonen werden dabei schlanker, der Schwung zur Hüfte wirkt deutlicher.
Ein Implantat kann passen
Reicht das entnehmbare Fettvolumen nicht aus, bleibt der Eigenfetttransfer in seiner Wirkung begrenzt. Dann kann ein Gesäßimplantat das gewünschte Volumen auch bei schlanker Statur schaffen.
Zuerst die Haut beurteilen
Lockere Haut trägt zusätzliches Volumen schlechter und sackt nach unten. Nach deutlicher Gewichtsabnahme kann eine Straffung des Gewebes sinnvoller sein als reiner Volumenaufbau.
Deine Einordnung ist eine erste Orientierung, kein Behandlungsplan. Erst der persönliche Befund zeigt, welches Verfahren zu dir passt. Mein Ergebnis persönlich einordnen lassen
Drei Situationen, drei Empfehlungen.
Diese drei Situationen zeigen, warum die Beratung bei ähnlichem Wunsch völlig unterschiedlich ausfällt, und wann wir zunächst abraten.
Eigenfett passt hier
Diese Patientin brachte genug Fettdepots an Taille und Flanken mit. Wir haben das Fett entnommen, die Taille konturiert und das Gesäß schichtweise aufgebaut.
Implantat statt Eigenfett
Bei sehr schlankem Körperbau stand kaum verwertbares Fettgewebe zur Verfügung. Ein Gesäßimplantat war deshalb der Weg, der zum gewünschten Volumen führen konnte.
Zuerst die Haut straffen
Nach starker Gewichtsabnahme überwog der Hautüberschuss. Volumen allein hätte die Form nicht verbessert, deshalb stand der Lift, also die Straffung des erschlafften Gewebes, vorne.
Welcher Fall bin ich? Meine Situation einschätzen lassen
Welcher Weg passt, entscheidet der Befund gemeinsam mit deinem Wunschbild. Anonymisierte Situationen aus unserer Sprechstunde, deine Ausgangslage kann anders aussehen.


























