Bei einer Wurzelkanalbehandlung (Endodontie) entfernt der Zahnarzt entzündetes oder abgestorbenes Gewebe aus dem Inneren deines Zahns. Nötig wird das, wenn Bakterien durch tiefe Karies, undichte Füllungsränder oder feine Risse bis zum Zahnnerv vordringen. Da die feste Zahnwand bei einer Entzündung nicht nachgeben kann, entsteht im Zahninneren ein hoher Druck.
Wenn der Zahn Alarm schlägt.
Ein Glas kaltes Wasser oder der erste heiße Kaffee am Morgen lösen einen blitzartigen, stechenden Schmerzreiz aus. Jeder Druck beim Kauen fühlt sich an, als wäre der Zahn plötzlich zu lang.
Dieses quälende Gefühl ist ein klares Alarmsignal deines Körpers, aber kein Grund zur Panik. Es bedeutet keineswegs, dass dein Zahn verloren ist.
Meist zeigt der Schmerz, dass im Zahninneren eine Entzündung arbeitet, die sich heute mit modernen, mikroskopischen Verfahren sehr schonend behandeln lässt.
In der Dorow Clinic setzen wir alles daran, dich schnell vom Schmerz zu befreien und deinem natürlichen Zahn die beste Chance auf einen dauerhaften Erhalt zu geben. Warte nicht, bis die Entzündung weiter zunimmt. In einem ruhigen Erstgespräch nehmen sich unsere Spezialisten Zeit für dich, untersuchen deinen Zahn mit moderner Diagnostik und beantworten alle deine Fragen ohne jeden Behandlungsdruck.
Was dich wirklich beschäftigt.
Vor allem musst du dich für deine Ängste oder ein langes Hinausschieben vor niemandem schämen oder rechtfertigen.
„Was denken die anderen?“
Die emotionale und soziale Belastung: Die ständige Anspannung im Alltag und das schlechte Gewissen, selbst schuld an der Situation zu sein. Beim Essen mit Freunden oder Kollegen kaust du vorsichtig auf einer Seite, suchst nach Ausreden und kannst dich kaum konzentrieren. Aus Scham ziehst du dich weiter zurück und schiebst den rettenden Anruf auf.
„Warum hört das Pochen nicht auf?“
Die körperliche Dauerbelastung: Ein pochender Ruheschmerz und das Gefühl, dass der betroffene Zahn plötzlich zu lang ist, schränken dich Tag und Nacht ein. Sobald du dich abends hinlegst, verstärkt der Blutandrang das Pochen im Kiefer. Die Schmerzen strahlen in Schläfe, Ohr und Nacken aus und machen erholsamen Schlaf unmöglich.
„Tut die Behandlung weh?“
Die Sorge vor der Behandlung und den Folgen: Veraltete Horrorgeschichten wecken die Panik, dass Betäubungen bei Entzündungen versagen oder der Zahn verloren geht. Diese Furcht vor Schmerzen auf dem Behandlungsstuhl führt dazu, dass der Termin immer weiter aufgeschoben wird, während sich die Bakterien im Knochen weiter ausbreiten.
Was die Wurzelkanalbehandlung bewirkt.
Im Inneren deines Zahns liegt ein Hohlraum, der mit Blutgefäßen und Nerven gefüllt ist. Dieses Gewebe heißt in der Fachsprache Pulpa und wird oft auch Zahnnerv genannt.
Erreichen Bakterien die Pulpa, entzündet sie sich. Weil die feste Zahnwand nicht nachgeben kann, steigt der Druck im Zahninneren: Genau das verursacht das typische, pochende Schmerzgefühl. Nach einiger Zeit stirbt das Gewebe ab, und Bakterien besiedeln den Hohlraum.
Um die Infektion zu stoppen, werden die winzigen Wurzelkanäle bis in die Spitzen gereinigt, mit antibakteriellen Spülungen desinfiziert und anschließend bakteriendicht versiegelt. Ziel ist, den Entzündungsherd an der Wurzel zu beseitigen, damit der Zahn danach möglichst dauerhaft beschwerdefrei bleibt.
Auf diese Weise schützt die Behandlung deinen Zahn gleich mehrfach: Die natürliche Zahnwurzel und die stabile Außenhülle bleiben fest im Kieferknochen verankert. Dadurch können die Bakterien nicht weiter in den Knochen wandern und dein natürliches Kaugefühl bleibt ohne aufwendigen Zahnersatz vollständig erhalten.
Wie wir deinen Zahn prüfen.
Vor jeder Behandlung steht eine präzise Diagnostik. So stellen wir fest, ob eine Wurzelbehandlung nötig ist oder ob sich der Nerv vielleicht noch vital erhalten lässt.
Röntgenbilder und bei Bedarf hochauflösende 3D-Aufnahmen zeigen uns auch feine, verwinkelte Seitenkanäle, bevor die Behandlung beginnt.
Wir erklären dir jeden Befund und sagen dir ehrlich, welche Chancen dein eigener Zahn hat. Beratungsgespräch vereinbaren
Wie die Wurzelkanalbehandlung abläuft.
Zuerst betäuben wir den Bereich zuverlässig und hochwirksam, sodass du vom Eingriff in der Regel nichts spürst. Auf Wunsch begleiten wir dich gerne im entspannten Dämmerschlaf. Anschließend schützt ein weiches Spanngummi (Kofferdam) deinen Mundraum: Du schluckst keine Spülflüssigkeiten und der Zahn bleibt sauber und trocken.
Unter starker Vergrößerung durch ein Spezialmikroskop entfernen wir das entzündete Gewebe vorsichtig aus dem Zahninneren. Das nimmt dem Zahn sofort den schmerzhaften Innendruck und stoppt die Ursache der Beschwerden.
Reinigung, Desinfektion und dichte Versiegelung
Mit hauchfeinen, hochflexiblen Instrumenten glätten wir die Wurzelkanäle sanft bis zur Spitze. Spezielle, desinfizierende Spüllösungen reinigen selbst kleinste Verzweigungen, um möglichst alle verbliebenen Bakterien restlos zu beseitigen.
Mit elektrischer Längenmessung und Röntgenbildern überprüfen wir dabei Verlauf und Länge der Kanäle. Das ist wichtig, denn ein Backenzahn kann bis zu sechs Wurzelkanäle haben, und ein übersehener Kanal kann ständige Zahnschmerzen verursachen.
Sobald die Kanäle sauber und trocken sind, füllen wir das Kanalsystem mit einem gut verträglichen Naturmaterial (Guttapercha).
Stabiler Verschluss und Schutz
Zum Schluss verschließen wir den Zahn mit einer dichten, stabilen Füllung. Um den Zahn dauerhaft vor Brüchen zu schützen und seine volle Kaukraft zu sichern, versorgen wir ihn bei Bedarf mit einer passgenauen Keramikkrone aus unserem Meisterlabor.
Sollte in seltenen Fällen an einer Wurzelspitze eine hartnäckige Restentzündung verbleiben, können wir den Zahn mit einer kleinen Wurzelspitzenresektion meist trotzdem dauerhaft retten.
Wurzelbehandlung im Video.
Chefarzt Dr. Dr. Andreas Dorow erklärt, wie eine Wurzelbehandlung abläuft, ob sie schmerzt und wie hochflexible Instrumente auch gekrümmte Kanäle erreichen.
Erhalten oder ziehen?
Das wertvollste Fundament.
Den Zahn ziehen zu lassen, klingt nach schneller Ruhe. Doch dein eigener, festsitzender Zahn ist aus funktioneller und biologischer Sicht immer das wertvollste Fundament für dein Gebiss.
Eigene Zähne erhalten die Stabilität des Kiefers, und du benötigst keinen Zahnersatz.
Zahn erhalten
Eigene Wurzel bleibt verankert
- Lebensqualität: natürliches Kaugefühl bleibt erhalten
- Stabilität: eigene Zähne erhalten die Stabilität des Kiefers
- Zahnersatz: nicht nötig, dein natürlicher Zahn bleibt
Zahn ziehen
Eine Lücke entsteht
- Lebensqualität: Nachbarzähne können in die Lücke kippen
- Zahnersatz: die Lücke braucht Ersatz, etwa ein Zahnimplantat
- Aufwand: Ersatz mit operativem Mehraufwand
Lassen die akuten Schmerzen plötzlich nach, ist der Nerv meist abgestorben (Nekrose). Die Bakterien wandern jedoch weiter in den Kieferknochen und können schmerzhafte Abszesse, Eiterherde, Zysten und chronische Entzündungen im gesamten Körper verursachen. Ein wurzelbehandelter Zahn kann oft noch viele Jahrzehnte voll funktionsfähig im Kiefer bleiben. Sollte dein Zahn tatsächlich nicht mehr erhalten werden können, besprechen wir alle schonenden Alternativen wie ein modernes Zahnimplantat vorab ganz in Ruhe mit dir.





























