Hip Dips, auf Deutsch auch Hüft-Dellen genannt, sind eine leichte Einziehung zwischen Hüftknochen und Oberschenkel. Sie entstehen dort, wo das Becken endet und der Oberschenkelknochen ansetzt, und sind anatomisch ein natürlicher Übergang. Beim Auffüllen mit Eigenfett, medizinisch Lipofilling, wird Fett aus einer anderen Körperregion wie Bauch oder Oberschenkel entnommen, aufbereitet und in die Vertiefung eingebracht. Ziel ist ein sanfterer Übergang in der Hüftlinie, keine andere Knochenform.
Du siehst sie im Spiegel, in figurbetonter Kleidung oder im Badeanzug: eine kleine Einbuchtung seitlich unterhalb der Hüfte, von vorne, von der Seite oder im Profil. Vielleicht trainierst du regelmäßig, achtest auf deine Ernährung und wunderst dich, dass sich genau an dieser Stelle nichts verändert. Das liegt nicht an dir. Hip Dips sind kein überschüssiges Fett, das sich wegtrainieren oder wegdiäten ließe.
Wie deutlich die Einziehung ausfällt, bestimmen vor allem dein Becken und der große Rollhügel des Oberschenkels. Deshalb haben auch schlanke, sportliche und kurvige Frauen Hip Dips. Manche stört das nie, andere fühlen sich bei der Kleidungsauswahl eingeschränkt oder wünschen sich eine weichere Linie zwischen Taille, Hüfte und Oberschenkel.
Beides ist in Ordnung. Wir beginnen deshalb nicht mit einer Bildvorlage aus dem Internet, sondern mit dem Befund: Wie tief ist die Einziehung, wie ist dein Becken angelegt, wie viel Eigenfett steht zur Verfügung und wie ist deine Hautqualität.
Was dich wirklich beschäftigt.
Wenn Training die Delle nicht verändert
Übungen für Gesäß und Hüfte kräftigen die Muskulatur, die knöcherne Struktur darunter verändern sie nicht. Wer monatelang konsequent trainiert und die Einziehung trotzdem unverändert sieht, hat nichts falsch gemacht.
Wenn Kleidung die Linie betont
In engen Kleidern, Leggings oder Badeoutfits fällt die Einbuchtung besonders auf. Manche wählen ihre Kleidung danach aus, andere meiden bestimmte Schnitte ganz. Schränkt dich das im Alltag oder in deinem Selbstbild ein, ist dein Wunsch nach Veränderung berechtigt.
Wenn du schlank bist und sie trotzdem siehst
Kein Gewichtsthema: Hip Dips entstehen durch die Knochenstruktur, nicht durch Fettansammlungen oder zu wenig Sport. Wo wenig Fett oder Muskulatur die Einziehung ausfüllt, wird sie eher sichtbar. Eine Diät macht sie deshalb nicht kleiner.
Vielleicht hörst du Sätze wie: „Die sind doch völlig normal!“ oder „Das sieht doch niemand außer dir.“ Das stimmt sogar: Hip Dips sind ein anatomischer Normalzustand, und immer mehr Frauen zeigen sie bewusst. Gleichzeitig wird in sozialen Medien die Sanduhr-Figur mit durchgehend runden Kurven oft als Ideal dargestellt, und Hip Dips werden dort häufig retuschiert.
Ob du deine Hip Dips annimmst oder harmonisieren möchtest, entscheidest nur du. Dein Wunsch, dich im eigenen Körper stimmig zu fühlen, ist legitim, und du musst ihn vor niemandem verteidigen.
Bei uns bekommst du deshalb zuerst eine ehrliche Einschätzung. Wir klären, ob es sich wirklich um Hip Dips handelt oder eher um eine Reiterhose, prüfen, ob genug Eigenfett für das Auffüllen vorhanden ist, und sagen dir auch, wenn ein Eingriff aus unserer Sicht wenig bringt. Die Dorow Clinic verfügt über eine staatliche Klinikzulassung nach § 30 GewO. Diese Zulassung verlangt dieselben hygienischen, baulichen und personellen Standards wie ein öffentliches Krankenhaus.
Ziel ist nicht, Hip Dips wegzumachen, sondern den Übergang zwischen Hüfte und Oberschenkel sanfter wirken zu lassen.
Was das Auffüllen mit Eigenfett leistet.
Volumen aus Eigenfett
Körpereigenes Fett aus Bauch, Taille oder Oberschenkeln, aufbereitet und in die Einziehung eingebracht.
Natürliches Material
Kein Fremdmaterial: Fett, das gut einheilt, bleibt dauerhaft Teil deines Gewebes.
Schlankere Entnahmestelle
Dort, wo das Fett entnommen wird, wird die Kontur zugleich schlanker.
Die ganze Hüftlinie im Blick
Taille oder Reiterhose lassen sich auf Wunsch im selben Plan mitbehandeln.
Entnehmen, aufbereiten, einbringen.
Das Auffüllen von Hip Dips mit Eigenfett verbindet zwei Schritte in einem Eingriff. Zuerst wird Fett aus einer Spenderzone wie Bauch, Taille oder Oberschenkel über wenige Millimeter kleine Zugänge mit feinen Kanülen schonend abgesaugt. Danach wird es aufbereitet und in mehreren dünnen Schichten in die Einziehung eingebracht, damit es von allen Seiten Anschluss an die Durchblutung bekommt.
Du gewinnst Volumen an der Hüfte und verlierst Umfang dort, wo dich Polster stören. Mehr ist dabei nicht automatisch besser: Wird zu viel Fett auf einmal eingebracht, findet es keinen Anschluss an die Blutversorgung und heilt schlechter ein. Manchmal ist eine zweite Sitzung der bessere Weg.
Sinnvoll ist das Auffüllen, wenn du dich dauerhaft an deinen Hip Dips störst, sie dich bei der Kleidung oder in deinem Selbstbild einschränken und du dir einen sanfteren Übergang in der Hüftlinie wünschst. Medizinisch notwendig ist es nie.
Wie Hip Dips entstehen.
Drei Faktoren bestimmen, wie deutlich sie sichtbar sind:
- Knochenstruktur: das Becken und der große Rollhügel des Oberschenkels (Trochanter major)
- Fettverteilung und Muskulatur, die die Einziehung mehr oder weniger ausfüllen
- Hautelastizität und Bindegewebe, die die Kontur zusätzlich betonen können
Je weiter der Trochanter major nach außen steht, desto deutlicher können Hip Dips erscheinen. Bei manchen Menschen füllt das Gewebe an dieser Stelle die Einziehung stärker aus, bei anderen liegt dort wenig Fett oder Muskulatur, und die Delle wird sichtbar. Hip Dips sind deshalb keine Fettpolster und keine Fehlbildung, sondern ein anatomischer Normalzustand.
Hip Dips oder Reiterhose?
Beides wird oft verwechselt, braucht aber einen anderen Weg. Hip Dips sind eine Einziehung seitlich am Becken, die durch die Knochenform entsteht. Eine Reiterhose ist eine Auswölbung tiefer am oberen seitlichen Oberschenkel und besteht aus Fettdepots. Hip Dips lassen sich auffüllen, eine Reiterhose lässt sich häufig gut mit einer Fettabsaugung behandeln. Wer beides hat, braucht unter Umständen beide Strategien: die Delle gezielt auffüllen und die Reiterhose absaugen.
Training, Filler und Grenzen.
Was Training, Diäten und Filler bewirken
Im Netz begegnen dir viele Tipps, um Hip Dips loszuwerden. Intensive Diäten helfen nicht, weil Hip Dips kein überschüssiges Fett sind. Sport kann die Muskulatur aufbauen, die knöcherne Struktur verändert er nicht. Eine sichtbar andere Hüftlinie solltest du vom Training allein deshalb nicht erwarten.
Häufig gesucht wird auch nach „Hip Dips Filler“. Gemeint ist eine Unterspritzung mit Hyaluron oder ähnlichen Fillern, die das Volumen in der Hüftregion subtil erhöhen kann. Sie ist minimalinvasiv und ambulant, das Ergebnis hält aber nur vorübergehend und muss regelmäßig aufgefrischt werden. Eigenfett braucht einen Eingriff mit Entnahme, ist dafür körpereigen und kann dauerhaft einheilen. Auf dieser Seite beschreiben wir den Weg mit Eigenfett.
Vor freiem Silikon, Fremdfüllstoffen und Injektionen ohne medizinische Zulassung für die jeweilige Anwendung warnen wir ausdrücklich. Solche Substanzen lassen sich im Gewebe nicht mehr sicher entfernen und bergen das Risiko von Entzündungen, Knotenbildung und dauerhaften Gewebeschäden.
Der ganzheitliche Blick: die Hüfte steht nie allein
Wir betrachten nicht eine einzelne Delle, sondern die ganze Linie von der Taille bis zum Oberschenkel. Wie Hip Dips wirken, hängt oft von mehreren Faktoren ab:
Ausgeprägte Knochenform
- Warum: je weiter der Trochanter major nach außen steht, desto tiefer wirkt die Einziehung
- Möglichkeit: Auffüllen macht den Übergang weicher, die Knochenform bleibt
- Hinweis: eine völlig gerade Hüftlinie ist nicht das Ziel
Wenig Fettreserven am Körper
- Warum: Eigenfett ist nur sinnvoll, wenn genug entnehmbares Fett vorhanden ist
- Möglichkeit: im Befund klären, ob die Menge für deine Einziehung reicht
- Hinweis: reicht sie nicht, ist Eigenfett nicht der richtige Weg
Reiterhose zusätzlich
- Warum: eine Auswölbung am Oberschenkel ist ein anderes Thema als die Einziehung darüber
- Möglichkeit: Delle auffüllen und Reiterhose absaugen, gemeinsam geplant
- Hinweis: nur nötig, wenn beides vorliegt
Fehlende Taillenbetonung
- Warum: ohne schmale Taille wirkt auch eine weichere Hüftlinie weniger geschwungen
- Möglichkeit: Fettabsaugung an Taille oder Flanken, die zugleich als Entnahmestelle dient
- Hinweis: kein Muss, wird im Befund gemeinsam entschieden
Im Beratungsgespräch prüfen wir, was bei dir medizinisch und ästhetisch sinnvoll ist. Du entscheidest in Ruhe, wie viel Veränderung du dir wünschst.
Ist das Auffüllen für dich sinnvoll?
Eine Frage, drei Wege. Wähle die Aussage, die am ehesten auf dich zutrifft, und du bekommst eine erste Einordnung.
Welche Beschreibung trifft am ehesten auf dich zu?
Deine Auswahl wird nicht gespeichert und nicht übertragen.
Eigenfett kann passen
Mit genug Fettreserven ist das Auffüllen mit Eigenfett ein möglicher Weg. Die Entnahmestellen werden dabei schlanker, der Übergang an der Hüfte wirkt weicher.
Zuerst die Fettreserven prüfen
Eigenfett ist nur sinnvoll, wenn genug entnehmbares Fett vorhanden ist. Ob die Menge für deine Einziehung reicht, zeigt erst die Untersuchung. Reicht sie nicht, sagen wir dir das offen.
Eher eine Reiterhose
Eine Auswölbung am oberen seitlichen Oberschenkel besteht meist aus Fettdepots. Dann ist eher eine Fettabsaugung der passende Weg als ein Auffüllen.
Deine Einordnung ist eine erste Orientierung, kein Behandlungsplan. Erst der persönliche Befund zeigt, welcher Weg zu dir passt. Mein Ergebnis persönlich einordnen lassen
Drei Ausgangslagen, drei Wege.
Diese drei typischen Ausgangslagen zeigen, warum die Empfehlung bei ähnlichem Wunsch unterschiedlich ausfällt.
Auffüllen mit Eigenfett
Eine deutliche Einziehung an der Hüfte und genug Fettpolster an Bauch oder Flanken. Das Fett wird dort entnommen, aufbereitet und in feinen Schichten in die Einziehung eingebracht.
Absaugen statt Auffüllen
Die störende Rundung sitzt tiefer am Oberschenkel, es handelt sich um eine Reiterhose aus Fettdepots. Hier ist eine Fettabsaugung der Weg, nicht der Aufbau an der Hüfte.
Beides in einem Plan
Eine Einziehung an der Hüfte und zusätzlich eine Reiterhose. Die Delle wird aufgefüllt, die Reiterhose abgesaugt, und beide Zonen werden gemeinsam geplant.
Welche Ausgangslage passt zu mir? Meine Situation einschätzen lassen
Welcher Weg passt, entscheidet der Befund gemeinsam mit deinem Wunschbild. Typische Ausgangslagen zur Orientierung, deine kann anders aussehen.


























