Bei der PRP-Behandlung wird aus einer kleinen Menge deines Blutes plättchenreiches Plasma gewonnen (Platelet-Rich Plasma, kurz PRP) und in Haut oder Kopfhaut injiziert. Die Wachstumsfaktoren im Plasma sollen körpereigene Regenerationsprozesse anregen. Andere Namen für das Verfahren sind Eigenbluttherapie und Plasmalifting.
Vielleicht kennst du das: Die Haut wirkt matter als früher, feine Linien um Augen und Mund bleiben sichtbar, oder in der Bürste hängen mehr Haare als sonst. Du möchtest etwas dagegen tun, am liebsten mit etwas, das aus deinem eigenen Körper kommt.
Genau hier setzt die PRP-Behandlung an. Sie arbeitet mit deinem eigenen Blut und setzt auf Regeneration statt auf Füllstoffe. Das braucht etwas Geduld, denn die Wirkung entfaltet sich nach und nach.
Wichtig ist uns eine ehrliche Einordnung: PRP kann das Hautbild verbessern und bei Haarausfall unterstützen. Es ersetzt aber weder eine Volumenkorrektur noch die Klärung, warum deine Haare ausfallen.
Was dich wirklich beschäftigt.
Müde wirkende Haut
Wenn der Teint nicht mehr mitspielt: Die Haut wirkt fahl, feine Linien zeichnen sich deutlicher ab, und Make-up gleicht das nur noch morgens aus. Dabei fühlst du dich gar nicht müde.
Dünner werdendes Haar
Wenn mehr Haare in der Bürste bleiben: Der Zopf fühlt sich dünner an, am Scheitel scheint mehr Kopfhaut durch. Haarausfall belastet viele Menschen stärker, als Außenstehende vermuten.
Lieber etwas Körpereigenes
Der Wunsch nach einem naturnahen Weg: Du möchtest etwas für deine Haut oder deine Haare tun, aber ungern synthetische Substanzen einsetzen. Gleichzeitig willst du wissen, was realistisch ist und was nicht.
Vielleicht hörst du aus deinem Umfeld: „Das sieht doch niemand“ oder „Du brauchst so etwas wirklich nicht“. Hinter solchen Reaktionen steckt meist liebevolle Fürsorge. Doch am Ende des Tages ist es dein eigenes Spiegelbild, in das du jeden Morgen blickst.
Du musst dich für dein persönliches Wohlbefinden vor niemandem rechtfertigen. Es ist dein gutes Recht, dass Haut und Haare wieder zu dem Lebensgefühl passen, das du in dir spürst.
Wir setzen PRP nicht als Allzweckmittel ein, sondern dort, wo es zu deinem Befund passt. Dafür schauen wir uns deine Haut oder Kopfhaut genau an, fragen nach Medikamenten und Vorerkrankungen und begleiten dich durch alle Sitzungen.
Was PRP ist und wie es wirkt.
Aus deinem Blut
Plättchenreiches Plasma, gewonnen aus einer kleinen Blutprobe.
Wachstumsfaktoren
Sie sollen Kollagenbildung und Regeneration der Haut anregen.
Körpereigen
Kein synthetischer Stoff, Unverträglichkeiten gegen das Plasma sind sehr selten.
Ambulant
Die Injektion dauert 15 bis 30 Minuten, danach gehst du nach Hause.
So wird das Plasma gewonnen.
Für die Behandlung entnehmen wir dir etwa 15 bis 30 Milliliter Blut aus der Armvene. In einer Zentrifuge wird das Blut geschleudert, bis sich seine Bestandteile trennen. Die roten Blutkörperchen werden abgetrennt, übrig bleiben etwa 7 bis 14 Milliliter plättchenreiches Plasma.
Dieses Plasma enthält etwa doppelt so viele Blutplättchen (Thrombozyten) wie dein Blut, dazu Wachstumsfaktoren und weitere bioaktive Bestandteile. Nach der Injektion werden die Wachstumsfaktoren freigesetzt. Sie sollen die Fibroblasten deiner Haut anregen, Kollagen und Elastin zu bilden.
PRP ist kein Füllstoff. Es polstert nicht sofort auf wie Hyaluronsäure, sondern setzt auf die Regeneration deiner Haut. Deshalb zeigt sich die Wirkung schrittweise.
Wo PRP eingesetzt wird.
Diese Anwendungsgebiete nennen unsere Ärzte:
- Feine Linien und kleine Falten im Gesicht, auch an der Augenlidregion
- Fahler Teint und ungleichmäßiger Hautton
- Nachlassende Spannkraft und Widerstandsfähigkeit der Haut
- Aknenarben und andere Narben, deren Oberflächenstruktur sich verbessern soll
- Kleine Falten am Körper
- Dünner werdendes Haar und Haarausfall an der Kopfhaut
PRP bei Haarausfall: Eigenbluttherapie für die Kopfhaut
Bei Haarausfall bringt dein Arzt das Plasma mit feinen Injektionen in die Kopfhaut ein. Die Wachstumsfaktoren sollen ruhende Haarfollikel anregen, den Haarausfall verlangsamen und schütteres Haar verdichten. Eingesetzt wird PRP vor allem bei erblich bedingtem und diffusem Haarausfall, häufig kombiniert mit Microneedling der Kopfhaut.
Vorab gilt: PRP ersetzt keine Ursachenklärung. Hinter Haarausfall können Mangelzustände oder andere Ursachen stecken, etwa nach einer starken Gewichtsabnahme. Deshalb klären wir zuerst, was dahintersteckt.
Realistisch bleibt: Ein Effekt zeigt sich, wenn überhaupt, erst nach Monaten. Bei fortgeschrittenem Haarausfall ist kein vollständiger Neuwuchs zu erwarten.
PRP im Vergleich und in Kombination.
Regeneration oder Korrektur?
Nicht jedes Anliegen lässt sich mit PRP lösen. PRP verbessert die Hautqualität, es ersetzt aber kein verlorenes Volumen und entspannt keine Mimikfalten. Ein strukturierter Behandlungsplan unterscheidet deshalb, woher dein Anliegen kommt.
PRP ist kein Verfahren für den sofort sichtbaren Effekt. Hyaluronsäure gleicht Volumen direkt aus, Botulinumtoxin entspannt gezielt die mimische Muskulatur. PRP setzt dagegen auf die Regeneration deiner Haut und wirkt schrittweise.
Drei Verfahren, drei Hautschichten
Unsere Ärzte ordnen die regenerativen Verfahren nach der Hautschicht, in der sie vor allem wirken:
Exosomen-Therapie
- Ebene: vor allem die oberflächlichen Hautzellen
- Möglichkeit: Exosomen aus Eigenblut, angereichert per Zentrifugation und über Microneedling eingebracht
- Pflicht: nein, wird in der Beratung gemeinsam entschieden
PRP-Behandlung
- Ebene: vor allem die mittleren Hautschichten
- Möglichkeit: Injektion des plättchenreichen Plasmas in Haut oder Kopfhaut
- Pflicht: nein, nur wenn sie zu deinem Befund passt
Dorow Liquid Lift Plus
- Ebene: tiefere Hautschichten, Kontur und Volumen
- Möglichkeit: PRP wird mit Polymilchsäure vermengt und mit feinen, stumpfen Kanülen eingebracht
- Pflicht: nein, sinnvoll bei zusätzlichem Volumenverlust
Mimikfalten und Volumen
- Ebene: Muskelzug an Stirn und Augen oder fehlendes Volumen
- Möglichkeit: Botulinumtoxin oder Hyaluronsäure statt PRP
- Pflicht: nein, nur wenn dich diese Falten stören
Die Verfahren lassen sich auch kombinieren. Welche Option oder Kombination sinnvoll ist, hängt von deiner Indikation, deinem Hautbild und deinen Zielen ab. Das klären wir im persönlichen Beratungsgespräch.
Ist PRP für dich geeignet?
Wähle die Aussage, die am besten auf dich zutrifft, und du bekommst eine erste Einordnung.
Was trifft am ehesten auf dich zu?
PRP kann gut zu dir passen.
Bei beginnender Hautalterung, fahlem Teint und feinen Linien setzt PRP auf die Regeneration deiner Haut. In der Regel sind drei Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen sinnvoll, die Wirkung entfaltet sich nach und nach.
Dein Ergebnis ist eine erste Orientierung, kein Behandlungsplan. Mein Ergebnis persönlich einordnen lassen
Erst die Ursache, dann die Kopfhaut.
PRP kann das Nachwachsen bei manchen Patienten unterstützen. Vorher klären wir, was hinter deinem Haarausfall steckt, etwa mit einer Blutuntersuchung. Für die Kopfhaut sind häufig drei bis sechs Sitzungen im Abstand von vier Wochen nötig.
Dein Ergebnis ist eine erste Orientierung, kein Behandlungsplan. Mein Ergebnis persönlich einordnen lassen
PRP allein reicht hier meist nicht.
PRP ist keine Volumenkorrektur. Bei deutlichem Volumenverlust kommen ein Aufbau mit Polymilchsäure, etwa als Dorow Liquid Lift Plus mit PRP, oder Hyaluronsäure infrage. Ist die Haut deutlich erschlafft, kann ein operatives Lifting sinnvoller sein.
Dein Ergebnis ist eine erste Orientierung, kein Behandlungsplan. Mein Ergebnis persönlich einordnen lassen


























