Das Lipödem ist eine chronische, meist schmerzhafte Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Es tritt symmetrisch auf, meist an Beinen, Hüften und Gesäß, manchmal auch an den Armen: Dann sprechen Mediziner vom Typ IV. Die Arme sind meist zusätzlich zu den Beinen betroffen, die Hände bleiben typischerweise ausgespart. Zuerst kommt die konservative Behandlung mit manueller Lymphdrainage und Kompression (KPE). Reicht sie nicht aus, kann eine Liposuktion das krankhafte Fett im behandelten Areal dauerhaft entfernen.
Vielleicht fällt es dir zuerst an der Kleidung auf: Oberteile sitzen an den Schultern, an den Armen spannen sie. Oder deine Oberarme tun bei Druck weh und bekommen schnell blaue Flecken, obwohl du dich kaum gestoßen hast. Am übrigen Körper nimmst du ab, an den Armen ändert sich kaum etwas.
Dahinter kann ein Lipödem stecken: eine Erkrankung des Fettgewebes, die auf Diät und Training kaum reagiert. Bei etwa 30 % der Patientinnen mit Lipödem sind die Arme zusätzlich betroffen. Du willst wissen, ob es bei dir ein Lipödem ist und was deinen Armen hilft? Vereinbare ein unverbindliches Beratungsgespräch mit unseren Fachärzten in Waldshut, Lörrach, Freiburg oder Zürich.
Je früher das Lipödem erkannt wird, desto besser lässt sich die Situation stabilisieren und Folgeschäden am Lymphsystem vorbeugen.
Wie sich Lipödem an den Armen zeigt.
Beide Arme gleich
Wenn die Proportion nicht passt: Die Fettvermehrung tritt symmetrisch auf, rechts und links im selben Maß. Die Arme wirken deutlich kräftiger, als es zum schlanken Oberkörper passt.
Druckschmerz und blaue Flecken
Wenn Berührung wehtut: Das Gewebe schmerzt bei Druck, manchmal schon bei leichter Berührung. Schon kleine Stöße hinterlassen Blutergüsse.
Hände bleiben schlank
Wenn das Fett am Handgelenk endet: An den Handgelenken hört die Fettvermehrung oft wie abgeschnitten auf, die Hände selbst sind ausgespart.
Typisch sind außerdem:
- Spannungsgefühle an den Oberarmen
- Schwere- und Spannungsgefühl, besonders gegen Abend und bei Wärme
- Diät und Sport ändern an den Armen kaum etwas
- Meist sind auch Beine, Hüften oder Gesäß betroffen
Bevor wir eine Operation in Betracht ziehen, empfehlen wir die KPE (Komplexe Physikalische Entstauungstherapie) mit manueller Lymphdrainage und Kompressionskleidung. Bringt sie keine ausreichende Linderung, ist die Fettabsaugung die einzige Behandlung, die das erkrankte Fettgewebe direkt und dauerhaft entfernt.
In der persönlichen Beratung schauen wir uns gemeinsam dein Stadium, deine Beschwerden und deine Arme an, das Fettgewebe ebenso wie die Haut. Die Beratung führt immer der Facharzt persönlich, der dich später auch operiert.
Wir nehmen uns Zeit für all deine Fragen zum Lipödem an den Armen, ganz ohne Verpflichtung.
Lipödem, Fettgewebe oder Hautüberschuss?
Kräftige Oberarme haben nicht immer dieselbe Ursache. Für die Behandlung ist entscheidend, was im Vordergrund steht: krankhaft vermehrtes Fett, normales Fettgewebe oder Haut, die ihre Rückstellkraft verloren hat. Auch beides zusammen kommt vor.
Lipödem
- Typisch: symmetrisch, druckschmerzhaft, schnell blaue Flecken, Hände ausgespart
- Diät und Sport: an den betroffenen Stellen kaum Wirkung
- Möglichkeit: KPE, bei unzureichender Linderung Liposuktion
Normales Fettgewebe
- Typisch: in der Regel kein Druckschmerz, keine besondere Neigung zu blauen Flecken
- Diät und Sport: deutliche Wirkung
- Möglichkeit: bei straffer Haut eine ästhetische Fettabsaugung an den Oberarmen
Hautüberschuss
- Typisch: erschlaffte Haut an der Innenseite des Oberarms, oft nach starker Gewichtsabnahme oder bei Bindegewebsschwäche
- Training: formt den Muskel darunter, nicht die Haut
- Möglichkeit: Oberarmstraffung, bei deutlichem Fettanteil kombiniert mit Fettabsaugung
Lymphödem
- Typisch: oft einseitig, die Hände können mitbetroffen sein, eher Spannungs- und Schweregefühl als Druckschmerz
- Ursache: Lymphflüssigkeit staut sich, weil der Lymphabfluss gestört ist
- Wichtig: kann zusammen mit einem Lipödem auftreten, als Lipo-Lymphödem
Warum Training hier an eine Grenze stößt.
Das Lipödem-Fett reagiert kaum auf Ernährung oder Training. Beim Hautüberschuss liegt die Grenze woanders: Training formt den Muskel unter der Haut, die Hauthülle selbst erreicht es nicht.
Bewegung bleibt trotzdem wichtig. Sie lindert Beschwerden und fördert den Lymphfluss, und ein stabiles Gewicht entlastet Bindegewebe und Lymphsystem.
Stadien und Typ IV.
Mediziner unterscheiden drei Stadien, je nach Beschaffenheit von Haut und Fettgewebe:
- Stadium I: glatte Haut, Unterhautfett verdickt und feinknotig
- Stadium II: deutliche Dellen, grobe Knoten, Matratzenphänomen
- Stadium III: deformierende Fettwülste und Hautlappen, vor allem an Oberschenkeln und Knien
Neben dem Stadium beschreibt der Typ, welche Körperregion betroffen ist:
- Typ I: Hüfte und Gesäß
- Typ II: Hüfte bis zum Knie, die sogenannte Reiterhose
- Typ III: Hüfte bis zum Knöchel
- Typ IV: Arme, meist zusätzlich zu den Beinen
- Typ V: nur die Unterschenkel, selten
Die Einteilung beschreibt das äußere Bild, nicht den Schweregrad der Beschwerden: Auch im Stadium I können die Schmerzen stark sein. Für die Planung einer Operation ist der Typ wesentlich, denn er bestimmt, wie viele Zonen behandelt werden und ob mehrere Sitzungen sinnvoll sind.
Die Diagnose wird klinisch gestellt, anhand deiner Krankengeschichte, der körperlichen Untersuchung und dem Ausschluss anderer Erkrankungen. Ein Ultraschall stellt das Fettgewebe dar. Bei Verdacht auf ein Lipödem kannst du dich jederzeit an die Plastischen Chirurgen der Dorow Clinic wenden. In der Voruntersuchung prüft dein Arzt Stadium und Ausdehnung des Lipödems.
Kompression und Lymphdrainage.
Ein Lipödem ist eine chronische Erkrankung und verschwindet nicht von selbst. Die konservative Behandlung kann es nicht heilen, sie lindert aber Schmerzen, reduziert Schwellungen und kann das Fortschreiten bremsen. Ihr Kern ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE).
Kompression
Flachgestrickt und nach Maß angepasst. Konsequent getragen, reduziert sie Schwellungen und das Schweregefühl. Welche Versorgung deine Arme brauchen, besprichst du mit deinem Arzt.
Lymphdrainage
Eine spezielle Massagetechnik regt den Abfluss der Lymphflüssigkeit an und löst Spannungen im Gewebe. Sie wird meist mehrmals pro Woche angewendet.
Bewegung
Regelmäßig und gelenkschonend, am besten im Wasser: Beim Schwimmen oder bei Aqua-Fitness wirkt der Wasserdruck wie eine natürliche Kompression.
Hautpflege
Die Haut ist bei Lipödem oft empfindlicher und trockener. Milde, rückfettende Pflege schützt die Hautbarriere, gerade unter der Kompression.
Eine Lipödem-Diät gibt es nicht. Ausgewogen und ballaststoffreich zu essen und das Gewicht stabil zu halten, entlastet aber Bindegewebe und Lymphsystem.
Erst KPE, dann Operation. Bringt die konservative Behandlung keine ausreichende Linderung, prüfen wir gemeinsam, ob eine Liposuktion für dich sinnvoll ist. Für einen Antrag bei der gesetzlichen Krankenkasse ist in der Regel eine mindestens sechsmonatige, dokumentierte konservative Therapie Voraussetzung.
Fettabsaugung an den Armen.
Die Liposuktion ist die einzige derzeit anerkannte Methode, das krankhafte Fettgewebe dauerhaft zu entfernen. Die Technik ist im Kern ähnlich wie bei einer kosmetischen Fettabsaugung, der medizinische Anspruch aber ein anderer: Beim Lipödem muss das krankhafte Fettgewebe möglichst vollständig und unter strenger Schonung der Lymphgefäße entfernt werden.
Ergänzt die KPE
Greift, wenn Lymphdrainage und Kompression nicht reichen.
Weniger Gewebedruck
Im behandelten Bindegewebe wird weniger Wasser gespeichert. Der Gewebedruck sinkt, und die Lymphflüssigkeit kann besser abfließen.
Dauerhaft im behandelten Areal.
Einmal abgesaugte Fettzellen wachsen im behandelten Areal nicht nach, die Reduktion ist dauerhaft. Dass sich das Lipödem an noch nicht behandelten Körperstellen weiterentwickelt, lässt sich allerdings nicht vollständig ausschließen.
Die zu behandelnden Bereiche erfordern spezielle Erfahrung in der Lipödem-Chirurgie. Das Endergebnis einer Lipödem-Liposuktion zeigt sich nach rund sechs Monaten.
Vibrationskanüle oder Wasserstrahl im Vergleich
Beim Lipödem ist die Wahl der Kanüle entscheidend. Die Dorow Clinic setzt auf die vibrationsassistierte Liposuktion mit stumpfer Kanüle. Im Vergleich zur wasserstrahlassistierten Liposuktion (WAL) lassen sich damit deutlich mehr Fettzellen absaugen, und das Ergebnis ist gleichmäßiger.
Die feine Vibration löst die Fettzellen aus dem umliegenden Gewebe und schont dabei Lymphbahnen und Venen. Das ist besonders wichtig, weil die Lymphgefäße bei Lipödem-Patientinnen bereits stärker beansprucht sind. Werden sie beim Eingriff geschädigt, droht ein sekundäres Lymphödem.
Wann zusätzlich eine Oberarmstraffung nötig sein kann.
Je mehr Fett abgesaugt wird, desto eher bleibt erschlaffte Haut zurück. Sind die Arme betroffen und bleibt dort nach der Absaugung Haut übrig, formt eine Straffung die Kontur am Oberarm neu. Pflicht ist sie nicht: Ob sie sinnvoll ist, klären wir individuell im Gespräch.
Straffe Haut
- Warum: die Haut hat noch genug Elastizität
- Möglichkeit: oft genügt die Fettabsaugung allein
- Pflicht: nein, wird individuell im Gespräch geklärt
Leichte Erschlaffung
- Warum: die Haut verliert nach der Absaugung etwas Elastizität
- Möglichkeit: Surgical Needling oder Laserbehandlung
- Pflicht: nein, wird individuell im Gespräch geklärt
Deutliche Erschlaffung
- Warum: je mehr Fett abgesaugt wird, desto eher bleibt erschlaffte Haut zurück
- Möglichkeit: Oberarmstraffung, die die Kontur am Oberarm neu formt
- Pflicht: nein, wird individuell im Gespräch geklärt
Haut und Fett zugleich
- Warum: neben erschlaffter Haut liegt ein deutlicher Fettanteil vor, Straffen allein gleicht die Kontur nicht aus
- Möglichkeit: Fettabsaugung und Straffung kombiniert
- Pflicht: nein, abhängig vom Befund
So läuft eine Oberarmstraffung ab
Die Oberarmstraffung, fachlich Brachioplastik, entfernt überschüssige Haut an der Innenseite des Oberarms und formt die Kontur zwischen Achsel und Ellenbeuge neu. Bei geringem Überschuss bleibt der Schnitt im Achselbereich verborgen, bei ausgeprägtem Hautmantel führt die Schnittlinie an der Arminnenseite entlang. Angezeichnet wird im Stehen, mit hängendem und mit angehobenem Arm.
Die Narkose richtet sich nach ärztlicher Beurteilung und Umfang, im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose, ambulant oder mit kurzer Übernachtung. Der Eingriff dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden, je nach Befund, danach trägst du einen Kompressionsärmel. Jede Straffung hinterlässt eine Narbe: In den ersten Monaten ist sie deutlich sichtbar, mit der Zeit wird sie blasser und weicher. Wichtig ist ein stabiles Gewicht.
Muss die Haut nach der Absaugung gestrafft werden?
Je mehr Fett abgesaugt wird, desto eher bleibt erschlaffte Haut zurück. Im Gespräch klären zwei unserer Ärzte, ob die Haut nach einer Fettabsaugung immer gestrafft werden muss.
Welcher Weg passt zu deinen Armen?
Wähle die Aussage, die am besten zu deinen Beschwerden passt, und erhalte eine erste Einordnung.
Wie sieht deine Situation an den Armen aus?
Deine Angaben werden weder gespeichert noch übertragen.
Dann kann eine Liposuktion sinnvoll sein.
Bringt die KPE keine ausreichende Linderung, ist die Fettabsaugung die einzige Behandlung, die das erkrankte Fettgewebe direkt und dauerhaft entfernt. In der Voruntersuchung prüft dein Arzt Stadium und Ausdehnung, schaut sich die Haut am Oberarm an und klärt mit dir, ob mehrere Sitzungen sinnvoll sind.
Dein Ergebnis ist eine erste Orientierung, kein Behandlungsplan. Mein Ergebnis persönlich einordnen lassen
Dann kommt zuerst die KPE.
Konservative Behandlung mit manueller Lymphdrainage und Kompressionskleidung kommt immer zuerst. Bringt sie keine ausreichende Linderung, prüfen wir gemeinsam, ob eine Fettabsaugung für dich sinnvoll ist.
Dein Ergebnis ist eine erste Orientierung, kein Behandlungsplan. Mein Ergebnis persönlich einordnen lassen
Dann steht die Haut im Mittelpunkt.
Hautüberschuss am Oberarm entsteht vor allem nach starker Gewichtsabnahme oder durch eine Bindegewebsschwäche. Training formt den Muskel darunter, die Haut selbst erreicht es nicht. Ob eine Oberarmstraffung, eine Fettabsaugung oder beides passt, zeigt die Untersuchung am Arm.
Dein Ergebnis ist eine erste Orientierung, kein Behandlungsplan. Mein Ergebnis persönlich einordnen lassen
Dann steht die Diagnose am Anfang.
Typisch für ein Lipödem an den Armen sind symmetrisch verdickte Arme, Druckschmerz und eine Neigung zu Blutergüssen, während die Hände schlank bleiben. Je früher das Lipödem erkannt wird, desto besser lässt sich die Situation stabilisieren und Folgeschäden am Lymphsystem vorbeugen.
Dein Ergebnis ist eine erste Orientierung, kein Behandlungsplan. Mein Ergebnis persönlich einordnen lassen

























