Eine Teleskopprothese ist herausnehmbarer Zahnersatz, der über Doppelkronen auf deinen verbliebenen Zähnen oder auf Implantaten hält. Auf den Pfeilern sitzen fest zementierte Innenkronen, in der Prothese die passenden Außenkronen. Beide greifen exakt ineinander, so entsteht ein sicherer Halt ohne sichtbare Klammern. Zum Reinigen nimmst du die Prothese heraus. Deshalb zählt Teleskop-Zahnersatz zum kombinierten Zahnersatz: Er verbindet festen Halt mit der Reinigungsfreundlichkeit einer herausnehmbaren Konstruktion.
Vielleicht trägst du eine Teilprothese, deren Metallklammern beim Lachen zu sehen sind. Oder dir sind nur noch wenige eigene Zähne geblieben, und du fragst dich, ob als Nächstes zwangsläufig eine Vollprothese mit Gaumenplatte kommt.
Für genau diese Situation ist die Teleskopprothese gedacht: Sie nutzt die Zähne, die du noch hast, als Pfeiler und hält über Doppelkronen statt über Klammern.
Viele Menschen beschreiben das Tragegefühl als nahezu festsitzend, weil keine sichtbaren Klammern oder Geschiebe nötig sind.
Ob sie zu dir passt, hängt vom Zustand deiner verbliebenen Zähne, von deinem Knochen und von deiner Allgemeingesundheit ab. Das klären wir, bevor wir dir etwas empfehlen.
Auf dieser Seite erfährst du, was eine Teleskopprothese im Ober- und im Unterkiefer ausmacht, wann sie auf eigenen Zähnen und wann auf Implantaten sitzt, womit du bei den Kosten rechnen kannst und wie die Behandlung bei uns abläuft. In der Dorow Clinic arbeiten Zahnärzte, Oralchirurgen und Zahntechnikermeister unter einem Dach, deine Prothese entsteht in einem unserer hauseigenen Meisterlabore.
Was dich wirklich beschäftigt.
Wer über eine Teleskopprothese nachdenkt, hat meist schon Erfahrung mit Zahnverlust oder mit einer Prothese, die nicht so sitzt, wie sie soll. Diese drei Fragen stehen oft am Anfang.
„Sieht man, dass ich eine Prothese trage?“
Die Sorge vor sichtbaren Klammern: Bei einer klassischen Klammerprothese können die Metallklammern im Frontzahnbereich beim Sprechen zu sehen sein. Eine Teleskopprothese kommt ohne sichtbare Klammern aus, die Außenkronen werden zahnfarben verblendet. Bei geschlossenem Mund ist von der Mechanik nichts zu sehen.
„Hält das beim Essen?“
Die Sorge vor dem Wackeln: Der Halt entsteht durch Friktion, also Reibung zwischen Innen- und Außenkrone. Die Prothese sitzt dadurch fest und kippsicher, und die Kaukräfte verteilen sich gleichmäßig auf Pfeiler und Kiefer.
„Was ist, wenn ich noch einen Zahn verliere?“
Die Sorge vor dem nächsten Umbau: Geht ein Pfeilerzahn verloren, lässt sich eine Teleskopprothese in vielen Fällen umarbeiten und erweitern. Deshalb wird sie oft gewählt, wenn sich der Restzahnbestand in absehbarer Zeit verändern könnte.
So ist eine Teleskopprothese aufgebaut.
Das tragende Prinzip ist die Doppelkronentechnik: Eine Krone sitzt fest auf dem Pfeiler, eine zweite steckt in der Prothese, und beide werden im Labor exakt aufeinander abgestimmt. Die Fachbegriffe dafür sind Primärkrone und Sekundärkrone.
Innenkrone (Primärkrone)
- Sitz: fest auf den beschliffenen Pfeilerzahn oder den Implantataufbau zementiert
- Form: zylindrische oder leicht konische Kappe
- Aufgabe: das feste Gegenstück, auf das die Prothese gleitet
Außenkrone (Sekundärkrone)
- Sitz: in das Gerüst der Prothese eingearbeitet
- Prinzip: greift passgenau über die Innenkrone
- Ästhetik: zahnfarben verblendet, ohne sichtbare Klammern
Prothesenkörper
- Trägt: die künstlichen Zähne und das Zahnfleischimitat aus Kunststoff
- Gerüst: stabile Metallstrukturen verbinden die Außenkronen und verteilen die Belastung
- Pflege: wird zum Reinigen herausgenommen
Den Halt erzeugt die Friktion, die Reibung zwischen Innen- und Außenkrone. Beim Einsetzen gleitet die Prothese auf die Innenkronen und sitzt dann so stabil, dass sie beim Sprechen oder Kauen meist nicht verrutscht. Weil die Kaukräfte über die Pfeiler laufen, verteilen sie sich gleichmäßig auf Pfeiler und Kiefer.
Alle drei sind Teilprothesen, die sich an deinen eigenen Zähnen festhalten. Die Klammerprothese greift mit gegossenen Halte- und Stützklammern an den Restzähnen, die im Frontzahnbereich sichtbar sein können. Die Geschiebeprothese rastet über feinmechanische Steckverbindungen an überkronten Nachbarzähnen ein. Die Teleskopprothese hält über Doppelkronen auf den Pfeilern. Sie ist aufwendiger in der Fertigung, kommt dafür ohne sichtbare Klammern aus und lässt sich in vielen Fällen erweitern.
Für wen eine Teleskopprothese passt.
Eine Teleskopprothese kann sinnvoll sein, wenn nur noch wenige eigene Zähne vorhanden sind, eine festsitzende Versorgung wie Brücke oder Implantat aber nicht infrage kommt oder du dir eine flexible Lösung wünschst. Sie eignet sich auch, wenn sich dein Restzahnbestand in absehbarer Zeit verändern könnte, denn die Prothese lässt sich häufig erweitern.
Auch im zahnlosen Kiefer ist sie möglich: Dann tragen Implantate die Innenkronen. Welche Alternativen es gibt, zeigt die Übersicht.
| Versorgung | Wann sinnvoll | Was du wissen solltest |
|---|---|---|
| Klammerprothese (Modellguss) | Einzelne oder mehrere Lücken, gesunde Restzähne | Solide Grundversorgung, die Klammern können im Frontzahnbereich sichtbar sein |
| Teleskopprothese | Mehrere fehlende Zähne, wenige stabile Restzähne oder Implantate | Keine sichtbaren Klammern, aufwendiger in der Fertigung, in vielen Fällen erweiterbar |
| Geschiebeprothese | Hoher ästhetischer Anspruch, überkronungsfähige Nachbarzähne | Rastet ohne sichtbare Klammern ein, anspruchsvolle Technik |
| Implantatgetragene Prothese | Wenige oder keine eigenen Zähne | Zusätzlicher chirurgischer Eingriff, im Oberkiefer gaumenfreie Gestaltung möglich |
| All-on-4 | Zahnloser Kiefer | Festsitzender Zahnersatz auf vier Implantaten, wird nicht herausgenommen |
Diese Voraussetzungen prüfen wir vorher
Damit eine Teleskopprothese lange trägt, klären wir in einer ausführlichen Voruntersuchung:
- Geeignete Pfeilerzähne: in der Regel zwei bis vier pro Kiefer, parodontal und endodontisch stabil.
- Gesundes Zahnfleisch: Eine aktive Parodontitis behandeln wir vor der Versorgung.
- Gute Mundhygiene: Die Pflege der Pfeiler entscheidet über die Langzeitprognose.
- Ausreichend Knochen, wenn Implantate die Prothese tragen sollen.
- Bereitschaft zur Nachsorge: regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigung.
Teleskopprothese im Oberkiefer.
Im Oberkiefer stellt sich fast immer dieselbe Frage: Wie viel vom Gaumen bedeckt der Zahnersatz? Eine klassische Oberkiefer-Vollprothese hält über den Saugeffekt. Das funktioniert meist gut, weil der Gaumen eine breite Auflagefläche bietet. Dafür bedeckt eine Basis aus Kunststoff oder Metall den harten Gaumen.
Am Gaumen liegen wichtige Geschmacks- und Wärmerezeptoren. Manche Menschen empfinden Speisen und Getränke mit Gaumenplatte deshalb gedämpfter.
Mit oder ohne Gaumenplatte
Hält über den Saugeffekt auf der Schleimhaut. Dafür braucht sie die Fläche des Gaumens, eine Basis aus Kunststoff oder Metall bedeckt ihn.
Hält über Doppelkronen auf deinen Pfeilerzähnen oder Implantaten statt über den Saugeffekt. Deshalb kann sie gaumenfrei gestaltet werden.
Wie deine Teleskopprothese im Oberkiefer aussieht, legen wir nach dem Befund fest, abhängig von deinen Pfeilerzähnen und, falls Implantate dazukommen, von deinem Knochenangebot. Der Knochen im Oberkiefer ist weicher und poröser als im Unterkiefer, deshalb planen wir Implantate dort mit 3D-Diagnostik.
Bei den Kosten gilt im Oberkiefer derselbe Richtwert von 2.000 bis 6.000 €. Einen eigenen Oberkiefer-Preis gibt es nicht, entscheidend sind die Zahl der Pfeiler, das Material und der Aufwand.
Teleskopprothese im Unterkiefer.
Im Unterkiefer ist die Auflagefläche schmaler, und die Zunge ist ständig in Bewegung. Eine reine Vollprothese findet dort deshalb oft weniger Halt und braucht mehr Geduld bei der Eingewöhnung. Bei starkem Knochenabbau kann sie Spielraum haben.
Eine Teleskopprothese stützt sich stattdessen auf deine Pfeilerzähne oder auf Implantate. Auf Implantaten kann sie besonders im Unterkiefer einen sehr stabilen Halt bieten.
Auch im Unterkiefer gilt: Es gibt keine sichtbaren Klammern, und die Kaukraft verteilt sich gleichmäßig auf Pfeiler und Kiefer. Sind im Unterkiefer keine Zähne mehr zu erhalten und wünschst du dir festen Zahnersatz, kommt auch All-on-4 infrage. Der Unterkiefer hat in der Regel den dichteren, tragfähigeren Knochen.
Auf eigenen Zähnen oder auf Implantaten.
Die Innenkronen einer Teleskopprothese können auf deinen eigenen Zähnen sitzen, auf Implantaten oder auf einer Kombination aus beidem. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie viele stabile Zähne du noch hast und wie viel Knochen vorhanden ist.
Im persönlichen Gespräch zeigen wir dir, was jede Variante für Eingriff, Zeit und Kosten bedeutet.
Auf eigenen Zähnen
- Voraussetzung: stabile Pfeilerzähne, in der Regel zwei bis vier pro Kiefer
- Aufwand: die Pfeiler werden für die Innenkronen beschliffen
- Vorteil: ohne chirurgischen Eingriff, deine Zähne bleiben als Anker erhalten
Zähne und Implantate kombiniert
- Prinzip: Implantate ergänzen wenige eigene Pfeiler
- Wann: wenn deine eigenen Zähne allein nicht ausreichen
- Hinweis: Implantate setzen einen Eingriff und ausreichend Knochen voraus
Auf Implantaten
- Wann: im zahnlosen Kiefer oder ohne geeignete Pfeilerzähne
- Halt: sehr stabil, besonders im Unterkiefer, und gut zu reinigen
- Hinweis: zusätzlicher chirurgischer Eingriff mit Einheilphase, ein Knochenaufbau ist möglich
Teleskopprothese auf zwei Zähnen
Oft lautet die Frage: Reichen meine zwei Zähne noch? In der Regel braucht eine Teleskopprothese zwei bis vier Pfeiler pro Kiefer, zwei stabile Zähne können also die Grundlage sein. Wichtiger als die Zahl ist ihr Zustand: Die Pfeiler müssen parodontal und endodontisch stabil sein, also ein gesundes Zahnbett und eine gesunde Wurzel haben, denn sie tragen die Prothese über viele Jahre.
Sind die verbliebenen Zähne geschwächt, besprechen wir mit dir, ob Implantate sie ergänzen oder ob eine andere Versorgung sinnvoller ist.
Herausnehmbar oder festsitzend.
Fehlen viele Zähne, steht neben der Teleskopprothese oft auch festsitzender Zahnersatz zur Wahl, etwa All-on-4: Dabei tragen vier Implantate pro Kiefer eine fest eingeschraubte Brücke, die du nicht herausnimmst. Beide Wege haben ihre Stärken.
Teleskopprothese
Herausnehmbar, auf Zähnen oder Implantaten
- Restzähne und Kiefer: nutzt stabile eigene Zähne als Pfeiler, auf Implantaten auch im zahnlosen Kiefer
- Pflege: zum Reinigen herausnehmbar, Pfeiler und Innenkronen brauchen gründliche Pflege
- Später: bei Verlust eines Pfeilers in vielen Fällen erweiterbar
All-on-4
Festsitzend, auf vier Implantaten
- Restzähne und Kiefer: für den vollständig oder weitgehend zahnlosen Kiefer, wenn die Restzähne nicht mehr erhaltungswürdig sind
- Pflege: fest eingeschraubt, die Pflege verlangt etwas mehr Sorgfalt
- Alltag: kein Gaumenbügel, das Provisorium wird in der Regel noch am OP-Tag eingesetzt
Keiner der beiden Wege ist grundsätzlich überlegen. Fällt dir die sorgfältige Pflege einer fest eingeschraubten Brücke schwer, kann eine Teleskopversorgung die sinnvollere Wahl sein. Möchtest du Zahnersatz, den du nicht herausnimmst, und sind deine Restzähne nicht mehr zu halten, prüfen wir festsitzende Implantatlösungen. Was du gewinnst und was es dich kostet, gehört auf beiden Seiten auf den Tisch, bevor du entscheidest.
Welche Versorgung passt zu deiner Ausgangslage?
Eine Frage, vier Wege. Wähle die Aussage, die am besten auf dich zutrifft, und du bekommst eine erste Orientierung. Das ersetzt keine Untersuchung, gibt dir aber einen Anhaltspunkt für das Gespräch.
Wie sieht es in dem Kiefer aus, der versorgt werden soll?
Deine Auswahl wird nicht gespeichert und nicht übertragen.
Dein Ergebnis ist eine erste Orientierung, kein Behandlungsplan. Ein Spezialist kann beurteilen, ob die vorgeschlagene Lösung wirklich zu deinem Befund passt oder eine Alternative sinnvoller ist. Ergebnis persönlich einordnen lassen
Deine erste Orientierung: Teleskopprothese auf eigenen Zähnen
Stabile eigene Zähne sind die Grundlage einer Teleskopprothese: Sie bekommen Innenkronen, auf die die Prothese mit passgenauen Außenkronen gleitet. Je nach Lage der Lücken prüfen wir auch eine Klammer- oder Geschiebeprothese und bei kleineren Lücken eine festsitzende Brücke.
Beratungsgespräch anfragenDeine erste Orientierung: Teleskopprothese, eventuell mit Implantaten ergänzt
In der Regel braucht eine Teleskopprothese zwei bis vier Pfeiler pro Kiefer. Sind deine verbliebenen Zähne stabil, können sie die Prothese tragen. Reichen sie allein nicht aus, lassen sich Teleskopkronen mit Implantaten kombinieren.
Beratungsgespräch anfragenDeine erste Orientierung: Teleskopprothese auf Implantaten
Im zahnlosen Kiefer können Implantate die Innenkronen tragen. Diese Teleskopversorgung verbindet einen sehr stabilen Halt mit guter Hygienefähigkeit, weil du die Prothese zum Reinigen herausnimmst. Voraussetzung ist ausreichend Knochen, ein Aufbau ist möglich.
Beratungsgespräch anfragenDeine erste Orientierung: festsitzender Zahnersatz auf Implantaten
Wenn du Zahnersatz möchtest, den du nicht herausnimmst, kommen festsitzende Lösungen infrage, im zahnlosen Kiefer etwa All-on-4 mit vier Implantaten pro Kiefer. Bei wenigen fehlenden Zähnen sind einzelne Implantate oder eine Brücke oft die schonendere Lösung. Fällt dir die Pflege einer fest eingeschraubten Brücke schwer, kann eine Teleskopversorgung sinnvoller sein.
Beratungsgespräch anfragen



























