Parodontitis ist keine reine Zahnerkrankung. Was lange unterschätzt wurde, ist heute wissenschaftlich gut belegt: Chronische Entzündungen im Mund können Auswirkungen auf den gesamten Körper haben – insbesondere auf Herz und Gefäße.
Der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehört zu den wichtigsten Schnittstellen zwischen Zahnmedizin und Allgemeingesundheit.
Dieser Artikel erklärt dir fundiert, verständlich und ohne Alarmismus, wie Parodontitis Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflussen kann, welche Mechanismen dahinterstecken, wer besonders betroffen ist und was du konkret tun kannst.

Parodontitis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Sie entsteht durch bakterielle Beläge (Plaque), die sich entlang und unterhalb des Zahnfleischrandes ansiedeln. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kommt es zum Abbau von Zahnfleisch, Knochen und Bindegewebe – im schlimmsten Fall zum Zahnverlust.
Wichtig dabei: Die Entzündung bleibt nicht lokal begrenzt. Über die entzündeten Zahnfleischtaschen können Bakterien und Entzündungsbotenstoffe in den Blutkreislauf gelangen.
Chronische Zahnfleischentzündungen gehen über die Mundhöhle hinaus – sie können auch das Herz-Kreislauf-System belasten. Studien zeigen, dass Parodontitis mit einem
erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden ist.
➤ Der wissenschaftliche Beleg dazu ist in der Presseinformation der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) dokumentiert:
➤ BZÄK: Erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko durch Parodontitis

Herz-Kreislauf-Erkrankungen umfassen unter anderem:
Gemeinsam ist diesen Erkrankungen, dass chronische Entzündungsprozesse in den Gefäßen eine zentrale Rolle spielen.

Der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen lässt sich heute über mehrere Mechanismen erklären:

Eine fortgeschrittene Parodontitis kann weit über den Mundraum hinaus wirken. Besonders relevant im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Begriffe Bakteriämie und Endokarditis.
Bei einer Parodontitis ist das Zahnfleisch dauerhaft entzündet und häufig verletzt. Schon alltägliche Belastungen wie Kauen oder Zähneputzen können dazu führen, dass Parodontitis-Bakterien über die entzündeten Zahnfleischtaschen in den Blutkreislauf gelangen. Man spricht dann von einer Bakteriämie.
Diese vorübergehenden Bakterienausschwemmungen sind bei gesunden Menschen meist unproblematisch. Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder vorgeschädigten Herzstrukturen können sie jedoch eine medizinische Relevanz haben.
In bestimmten Fällen können Bakterien aus dem Blutstrom die Herzinnenhaut oder Herzklappen besiedeln. Es kann sich eine sogenannte infektiöse Endokarditis entwickeln – eine seltene, aber ernsthafte Entzündung des Herzens.
Besonders gefährdet sind Menschen mit:
Für diese Patientengruppen ist eine entzündungsfreie Mundhöhle von besonderer Bedeutung, da chronische Entzündungen im Mund das Risiko bakterieller Streuungen erhöhen können.

Eine unbehandelte Parodontitis stellt ein dauerhaftes Eintrittstor für Bakterien dar. Ziel einer konsequenten Parodontitis-Therapie ist es daher nicht nur, Zähne zu erhalten, sondern auch:
Gerade bei Menschen mit bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder erhöhtem Endokarditis-Risiko sollte die Mundgesundheit Teil der medizinischen Gesamtbetrachtung sein.
Parodontitis verursacht nicht automatisch einen Herzinfarkt. Aber: Menschen mit schwerer Parodontitis haben statistisch ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – insbesondere dann, wenn weitere Risikofaktoren hinzukommen.

Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen teilen viele Risikofaktoren:
Treffen mehrere Faktoren zusammen, verstärken sie sich gegenseitig. Genau deshalb ist Prävention so entscheidend.

Diese Symptome solltest du nicht ignorieren – insbesondere, wenn Herz-Kreislauf-Risiken bestehen:
Parodontitis verläuft häufig schmerzlos – das macht sie so tückisch.

Eine konsequente Parodontitis-Therapie kann:
Sie ersetzt keine kardiologische Behandlung, ist aber ein wichtiger Baustein innerhalb eines ganzheitlichen Gesundheitskonzepts – besonders bei Menschen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko.
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Ein weiterer wichtiger Punkt: Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen häufig Medikamente ein, die Mundtrockenheit begünstigen. Ein reduzierter Speichelfluss erhöht wiederum das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen.
Deshalb ist es besonders wichtig, dass dein Zahnarzt:
In der Dorow Clinic betrachten wir Parodontitis nicht isoliert. Unser Ansatz ist:
Gerade bei Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist eine stabile Mundgesundheit kein Nebenthema, sondern ein relevanter Gesundheitsfaktor.
„Chronische Zahnfleischentzündungen können systemische Entzündungsprozesse fördern. Eine konsequente Parodontitis-Therapie ist daher auch aus kardiovaskulärer Sicht sinnvoll.“
Dr. Dr. Andreas Dorow

Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind enger miteinander verbunden, als viele denken. Ein gesunder Mund entlastet den Körper, reduziert chronische Entzündungen und kann damit auch Herz und Gefäße positiv beeinflussen.
Zahngesundheit ist kein isoliertes Thema – sie ist Teil deiner Gesamtgesundheit.
Ja. Studien zeigen, dass Menschen mit Parodontitis ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Chronische Entzündungen im Mund können Entzündungsprozesse im gesamten Körper verstärken und so Gefäße und Herz belasten.
Parodontitis ist kein direkter Auslöser für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Sie kann jedoch als zusätzlicher Risikofaktor wirken, insbesondere wenn weitere Faktoren wie Rauchen, Diabetes oder Bluthochdruck vorliegen.
Bei einer Parodontitis ist das Zahnfleisch entzündet und durchlässig. Bakterien können über kleine Verletzungen in den Blutkreislauf gelangen (Bakteriämie) und dort Entzündungsreaktionen auslösen oder bestehende Gefäßerkrankungen verstärken.
Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten besonders auf eine gute Mundgesundheit achten. Eine unbehandelte Parodontitis kann den Körper zusätzlich belasten und sollte konsequent behandelt werden.
Eine Parodontitis-Therapie ersetzt keine kardiologische Behandlung, kann aber die bakterielle Belastung und chronische Entzündungen reduzieren. Sie ist damit ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Gesundheitskonzepts.
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